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 BOTSCHAFT FÜR DEN MONAT ZWILLINGE

 

Ohne Frau ist kein Mann vollständig. Ohne Mann ist keine Frau vollständig. Daraus sollten wir erkennen, dass es in der Schöpfung keine ausschließliche männliche oder weibliche Energie gibt. Beide sind immer zusammen. Dies teilt uns das Zwillinge-Zeichen mit. Aber es reicht nicht, wenn Männliches und Weibliches zusammenleben. Es ist wichtig, dass beide ebenbürtig sind, und dies ist eine weitere Botschaft der Zwillinge. Wir sollten nicht zulassen, dass wir von dem Weiblichen in uns beherrscht werden. Denn wenn das Weibliche in uns dominiert, leben wir unter den beengenden Zwängen der Objektivität. Ebenso wenig sollten wir zulassen, dass das Männliche in uns das Weibliche dominiert. Denn in diesem Fall werden wir einsam, und uns wird rundum der weibliche Glanz fehlen. Das Männliche entspricht der Existenz, das Weibliche entspricht dem Bewusstsein. Der Gott, von dem in der Philosophie oder Theosophie gesprochen wird, ist ein männlich-weiblicher Gott. In ihm gelangen das Männliche und das Weibliche zur Übereinstimmung, und dies ist das Ideal im Leben.

Jeder muss die Ausgewogenheit von Männlichem und Weiblichem in sich finden, und um solche Ausgeglichenheit zu erreichen, wurde die Heirat als Hilfsmittel entwickelt. Sind die Energien erst einmal wohlausgewogen, ist die Heirat nicht mehr notwendig. Dann neigt man zur Androgynie. Ein wahrer Eingeweihter ist androgyn. Das Zwillinge-Zeichen weist auf den idealen Status des Androgynen oder Hermaphroditen hin. Bei den Hindus heißt er Ardhanari, bei den Griechen Adonai, und in jeder klassischen Theosophie ist es der männlich-weibliche Gott.

Es zeugt von Unwissenheit, wenn man glaubt, Gott sei männlich. Zu glauben, Gott sei weiblich, ist ebenfalls Unwissenheit. Gott ist männlich-weiblich. Dies ist die Botschaft des Zwillinge-Monats, in dem wir die Zwillinge als Mann und Frau dargestellt sehen.

Für jeden Jünger ist es erforderlich, die positiven und die kinetischen Energien in seinem Inneren zur Ausgewogenheit zu bringen. Das Proton sollte die Elektronen, die erzeugt werden, im Gleichgewicht halten, damit sich das Neutron ansiedeln kann. Möge die objektive und subjektive Aktivität ausgeglichen werden und im Zustand der Neutralität fortbestehen. Es ist diese Neutralität, die im Yoga verlangt wird. Eine andere Bezeichnung für Yoga ist Jüngerschaft.

 


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"SIEBEN MAL SIEBEN DREHT SICH DAS RAD"

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